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06.02.2013

Nächste Attacke auf Familienförderung?!

Im Auftrag der Bundesregierung kam ein Gutachterkreis zu dem gewünschten Ergebnis: Viele Instrumente der finanziellen Familienförderung seien wenig wirksam. Damit ist der erste Schritt zu einer einsichtsvollen Debatte darüber getan, dass doch Kürzungen beim Kindergeld zu Gunsten des Ausbaus von Kinderbetreuungsplätzen erforderlich werden könnten. Es steht zu befürchten, dass die Gutachter von der gleichen Qualität sind wie die, die die Einführung der Praxisgebühr empfohlen haben, damit die Krankenkassen Kosten sparen. Oder sind es die gleichen, die für Stuttgart 21 die Kostenschätzung durchgeführt haben? Man weiß es nicht. Die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender haben geflissentlich berichtet. Mit dem Beispiel Schweden. In Schweden gibt es 120 € Kindergeld für das erste Kind und bei zwei Kindern gibt es 260 €. Objektive Berichterstattung ist dann gegeben, wenn man verschweigt, dass die Kindertagesstättengebühren in Schweden auf niedrigem Niveau gedeckelt sind, während man in Deutschland einkommensabhängig richtig tief in die Tasche greifen muss?? Dass die meisten Familienleistungen in Schweden steuerfinanziert sind und die Steuersätze deutlich über unseren liegen, kam in dem Beitrag ebenfalls nicht vor. So betreibt man Desinformationspolitik!
Satire on
Völlig unerwartet kommt dann --wie die Zeit-online berichtet--der Bericht zu dem Ergebnis, dass Investitionen in Betreuungsplätze am Besten abschnitten: 48% der Investitionen flössen an den Staat zurück. Schön war auch die Folgerung, dass Kindergeldzahlungen dazu führen, dass Mütter weniger arbeiten und daher dem Staat Steuereinnahmen entgingen. Aha. Mit 184 Euro für das erste Kind legt die Mama für die nächsten 25 Jahre die Beine hoch und verweigert sich dem Arbeitsmarkt? Ja nee, is klar...
Und btw : wir haben mit Stand Januar in Deutschland 3,138 Millionen Arbeitslose und 402000 offene Stellen. (Quelle Bundesagentur für Arbeit ) Nehmen wir noch die Unterbeschäftigtenzahl von 4,013 Millionen dazu, dann wird doch deutlich, wie dringend es erforderlich ist, dass wir die Mütter, die sich auf dem Kindergeld zuhause ausruhen, endlich in die Statistik einfügen! Oder??
Satire off
Besonders die unteren Besoldungsgruppen der Bundeswehrangehörigen sind auf Familienleistungen angewiesen. Alle sollten früh den Anfängen wehren, wenn der Boden bereitet wird, um bei denen zu sparen, die es am meisten benötigen!
Der Bundesvorsitzende


21.01.2012

Minister offenbart Lücken

Nicht nur, dass die Zahl der Abbrecher im FWD gestiegen ist und anscheinend die geblieben sind, deren Erstvorstellung (Studium oder Ausbildung) nicht realisiert werden konnte, sondern auch die Zeitsoldaten machen dem Minister Sorgen. Er ist doch tatsächlich nicht nur enttäuscht, dass viele junge Leute im Hotel "Mama" wohnen bleiben möchten (so der Minister am 19.01. in einem Interview der Neuen Osnabrücker Zeitung), sondern wusste offenbar bei seinen Standortentscheidungen nicht, dass die Menschen heute heimatnah einen Arbeitsplatz suchen. Militärische Führer der unteren Ebenen wissen das schon seit Jahren. Aber bei Top-Down sind die nicht an der Reihe :-) Bei den teilweise hochspezialisierten Zivilangestellten wird es die nächste Enttäuschung für ihn geben. Sie werden die Stationierungsverschiebungen nicht mitmachen. Auch das war vorher nahezu jedem offensichtlich. Wie sagte doch StS Wolf:" Sie sind nicht in der Position sich das auszusuchen!" Sind sie doch Herr StS!
Wir erleben jetzt die Folgen von Stationierungsentscheidungen die anscheinend getroffen wurden, ohne sich darum zu kümmern, ob auch entsprechend Nachwuchs für den Standort rekrutiert werden kann. Und das Frauenbild, dass in den Entscheidungen implizit zum Ausdruck kommt ist erschreckend:
Entweder ist man davon ausgegangen, dass Bundeswehrangehörige nur ledige Männer mit Wohnmobil sind, oder dass die Ehepartner der Bundeswehrangehörigen Hausfrauen sind, die freudig Kinder einsammeln und Koffer  packen, wenn der Ehemann stolz nach Hause kommt und berichtet, dass er demnächst im 500 km entfernten Kleingeistlingen Deutschland dienen darf. Das Frauenbild, das hinter diesen Stationierungsentscheidungen sichtbar wird, ist erschreckend antiquiert.
Nur einer der Gründe, warum der Minister in Zukunft öfter seiner Enttäuschung Ausdruck geben wird.
Der Bundesvorsitzende

02.01.2013

Das neue Jahr

Ein frohes neues Jahr 2013 zu wünschen kommt mir angesichts der geringen
Wahrscheinlichkeit, dass der Wunsch eintrifft, nicht über die Tastatur. Also beginne ich das neue Jahr mit einem alten Link(20.12.12), auf den ich allerdings erst heute aufmerksam wurde:
www.luftwaffe.de/portal/a/luftwaffe/!ut/p/c4/04_SB8K8xLLM9MSSzPy8xBz9CP3I5EyrpHK9nHK9xOySUr28xOQM
_XCQupRUveT8vNQSEFmSmleSCSTTixJL8ov0CvKLSnJAMqVFRUAZvcwU
_UgDQxcnAzMDGDCssTQ2czP3szA2cfF0CtIvyM11BAAeXqTy/


Titel: Luft(waffen)transport der Zukunft. Da Flächenflugzeuge in dem Artikel nicht stattfinden,geht es ausschließlich um den Fähigkeitstransfer Hubschrauber. Kernaussagen: Es wird ein paar Jahre dauern. Es muss Infrastruktur in Holzdorf gebaut werden.Schlüsselpersonal wird die TSK wechseln müssen und alles, damit der strategische und operative Lufttransport mit CH 53 bei der Luftwaffe ist und der leichte taktische Lufttransport beim Heer. Marine und Flugbereitschaft
machen weder das eine noch das andere.So! Nach wie vor bleibt im Dunkeln, worin der Gewinn der Veranstaltung liegen soll. Allerdings hat man in dem Artikel immerhin erkannt, dass es sich um eines der komplexesten Vorhaben der Neuausrichtung handelt. Das Prinzip Systeme nicht dort zu organisieren, wo sie gebraucht werden, sondern sie ihrer zugewiesenen Funktion entsprechend zu ordnen, lässt sich zuhause leicht nachbilden: Man stelle alle Schlafmöbel in ein Zimmer, alle Schränke in ein anderes und alle Sitzmöbel in ein drittes. Nun gibt es natürlich auch so etwas wie Schlafsofas. Das ist die Reserve für die nächste Neuausrichtung. Man kann es als operatives Schlafmöbel deklarieren, dann geht es in das erste Zimmer; oder man deklariert es als leichtes taktisches Mehrpersonensitzmöbel, dann passt es zum dritten Zimmer.  Nach kurzer Zeit wird die Sinnfälligkeit einer solchen Organisation deutlich.

Für 2013 erwartet die IGTH einen weitere Zunahme der Fälle, in denen deutlich wird, dass ohne ausreichende Planung entschieden wurde. Das beginnt bei dem vorgezogenen Fähigkeitstransfer, bei dem deutlich werden wird, dann es unheimlich schwierig ist, Dienstposteninhaber von aufzulösenden Verbänden auf Dienstposten zu versetzen, wenn der Rest der Bundeswehrwelt noch keine neue gültige Personalstan hat. Es ist also damit zu rechnen, dass eine Vielzahl von Bundeswehrangehörigen auf dienstpostenähnlichen Konstrukten sich die
Zeit vertreiben muss. Das geht weiter mit Personal, dass zu einer anderen TSK kommandiert werden muss, da dieses Schlüsselpersonal dort nicht vorhanden ist, aber eigenes Personal ausgebildet werden soll. Das führt dazu, dass einige erst nach dem formellen Abschluss der Neuausrichtung (wenn es denn dazu kommt) zurück kommandiert werden. Sie werden feststellen, dass alle attraktiven Dienstposten dann bereits besetzt sind. Und es endet nicht bei der sogenannten Entpflichtung des fliegenden Personals, dass zukünftig nicht mehr gebraucht wird.

Durch die Anwendung des BwRBeglG ist bereits jetzt ein enormer Erfahrungsverlust zu konstatieren. All diejenigen, die sich nicht in die Privatwirtschaft oder den Ruhestand retten können, werden sich kaum derartige wirtschaftlicheEinbußen auferlegen lassen, ohne die zulässigen Rechtsmittel anzuwenden.

2013 wird also ein Jahr der noch größeren persönlichen Belastungen werden. Es wird ein Jahr des Fähigkeitsverlustes und der sich selbst aufdeckenden "zu ambitionierten" Versprechungen. Das Jahr 2013 wäre vielleicht zu retten, wenn
es ein Jahr der Wahrheit würde. Da ich daran nicht glaube, wünsche ich allen Mitgliedern und Lesern dieser Seite ein
Frohes Neues Jahr 2014!

Der Bundesvorsitzende
24.12.2012

Weihnachten

Diese Weihnacht hat für die meisten Flieger eine besondere Bedeutung. Die Neuausrichtung der Bundeswehr und die damit verbundenen Versschiebungen belasten die Familien unserer Mitglieder. Viele begehen das Fest in großer Ungewissheit über ihre Zukunft. Manche haben die Bundeswehr bereits verlassen und begehen das Fest mit der Hoffnung auf ein erfülltes Arbeitsleben im zivilen Bereich. Die Fähigkeitstransfers tragen zur Verunsicherung erheblich bei. Bereits am 26.10.2011 habe ich in einem Telefoninterview darauf hingewiesen, dass nach meiner Einschätzung alles dafür getan werden wird, den Flugbetrieb in Rheine bis zum Ende des Jahres 2013 komplett einzustellen. Leider gibt es nun tatsächlich erste Anzeichen dafür, dass Begründungen konstruiert werden,  um das Ministerwort vom 19.4.2012 nicht einhalten zu müssen. Ein unwürdiges Schauspiel.
Trotz aller Widrigkeiten soll auch dieses Jahr Weihnachten eine Gelegenheit zur besinnlichen Feier im Kreis der Familie bieten. Unsere Kameradinnen und Kameraden in den Auslandseinsätzen wissen, dass wir besonders an diesen Tagen mit den besten Wünschen an sie denken. In diesem Sinne wünsche ich stellvertretend für alle Mandatsträger der IGTH ein besinnliches Weihnachtsfest.
Der Bundesvorsitzende

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