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14.11.2012

Paramedics und Notärzte

Wie jetzt auch offiziell auf Bundeswehr.de berichtet wird, leisten deutsche Notärzte Dienst an Bord der amerikanischen Black-Hawk. Da die Bundeswehr nicht ausreichend Hubschrauber auch für Medevac Einsätze bereitstellen kann, wird diese Aufgabe seit 2010 von amerikanischen UH 60 wahrgenommen. Wesentlicher Unterschied der beiden Rettungskonzepte ist, dass die Amerikaner Paramedics ( speziell ausgebildete Rettungssanitäter)  an Bord einsetzen und innerhalb einer Stunde nach Alarmierung den Verletzten ärztlicher Versorgung zuführen (Golden hour) , während bei uns der Arzt über eine Wehrfliegerverwenungsfähigkeit verfügt und mit an Bord ist. Mit dieser Maßnahme wird ein vermeintlich qualitativer Unterschied zwischen den beiden Systemen bereinigt. Angesichts des Ärztemangels in der Bundeswehr, wird es jedoch unendlich schwierig das System durchhaltefähig zu etablieren. Es gibt jetzt schon Fälle in denen Ärzte weit über die normale Einsatzzeit hinaus im Einsatz verbleiben. Wie diese Maßnahme bei den Paramedics ankommt, bleibt noch abzuwarten.

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