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02.01.2013

Das neue Jahr

Ein frohes neues Jahr 2013 zu wünschen kommt mir angesichts der geringen
Wahrscheinlichkeit, dass der Wunsch eintrifft, nicht über die Tastatur. Also beginne ich das neue Jahr mit einem alten Link(20.12.12), auf den ich allerdings erst heute aufmerksam wurde:
www.luftwaffe.de/portal/a/luftwaffe/!ut/p/c4/04_SB8K8xLLM9MSSzPy8xBz9CP3I5EyrpHK9nHK9xOySUr28xOQM
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Titel: Luft(waffen)transport der Zukunft. Da Flächenflugzeuge in dem Artikel nicht stattfinden,geht es ausschließlich um den Fähigkeitstransfer Hubschrauber. Kernaussagen: Es wird ein paar Jahre dauern. Es muss Infrastruktur in Holzdorf gebaut werden.Schlüsselpersonal wird die TSK wechseln müssen und alles, damit der strategische und operative Lufttransport mit CH 53 bei der Luftwaffe ist und der leichte taktische Lufttransport beim Heer. Marine und Flugbereitschaft
machen weder das eine noch das andere.So! Nach wie vor bleibt im Dunkeln, worin der Gewinn der Veranstaltung liegen soll. Allerdings hat man in dem Artikel immerhin erkannt, dass es sich um eines der komplexesten Vorhaben der Neuausrichtung handelt. Das Prinzip Systeme nicht dort zu organisieren, wo sie gebraucht werden, sondern sie ihrer zugewiesenen Funktion entsprechend zu ordnen, lässt sich zuhause leicht nachbilden: Man stelle alle Schlafmöbel in ein Zimmer, alle Schränke in ein anderes und alle Sitzmöbel in ein drittes. Nun gibt es natürlich auch so etwas wie Schlafsofas. Das ist die Reserve für die nächste Neuausrichtung. Man kann es als operatives Schlafmöbel deklarieren, dann geht es in das erste Zimmer; oder man deklariert es als leichtes taktisches Mehrpersonensitzmöbel, dann passt es zum dritten Zimmer.  Nach kurzer Zeit wird die Sinnfälligkeit einer solchen Organisation deutlich.

Für 2013 erwartet die IGTH einen weitere Zunahme der Fälle, in denen deutlich wird, dass ohne ausreichende Planung entschieden wurde. Das beginnt bei dem vorgezogenen Fähigkeitstransfer, bei dem deutlich werden wird, dann es unheimlich schwierig ist, Dienstposteninhaber von aufzulösenden Verbänden auf Dienstposten zu versetzen, wenn der Rest der Bundeswehrwelt noch keine neue gültige Personalstan hat. Es ist also damit zu rechnen, dass eine Vielzahl von Bundeswehrangehörigen auf dienstpostenähnlichen Konstrukten sich die
Zeit vertreiben muss. Das geht weiter mit Personal, dass zu einer anderen TSK kommandiert werden muss, da dieses Schlüsselpersonal dort nicht vorhanden ist, aber eigenes Personal ausgebildet werden soll. Das führt dazu, dass einige erst nach dem formellen Abschluss der Neuausrichtung (wenn es denn dazu kommt) zurück kommandiert werden. Sie werden feststellen, dass alle attraktiven Dienstposten dann bereits besetzt sind. Und es endet nicht bei der sogenannten Entpflichtung des fliegenden Personals, dass zukünftig nicht mehr gebraucht wird.

Durch die Anwendung des BwRBeglG ist bereits jetzt ein enormer Erfahrungsverlust zu konstatieren. All diejenigen, die sich nicht in die Privatwirtschaft oder den Ruhestand retten können, werden sich kaum derartige wirtschaftlicheEinbußen auferlegen lassen, ohne die zulässigen Rechtsmittel anzuwenden.

2013 wird also ein Jahr der noch größeren persönlichen Belastungen werden. Es wird ein Jahr des Fähigkeitsverlustes und der sich selbst aufdeckenden "zu ambitionierten" Versprechungen. Das Jahr 2013 wäre vielleicht zu retten, wenn
es ein Jahr der Wahrheit würde. Da ich daran nicht glaube, wünsche ich allen Mitgliedern und Lesern dieser Seite ein
Frohes Neues Jahr 2014!

Der Bundesvorsitzende
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