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21.01.2012

Minister offenbart Lücken

Nicht nur, dass die Zahl der Abbrecher im FWD gestiegen ist und anscheinend die geblieben sind, deren Erstvorstellung (Studium oder Ausbildung) nicht realisiert werden konnte, sondern auch die Zeitsoldaten machen dem Minister Sorgen. Er ist doch tatsächlich nicht nur enttäuscht, dass viele junge Leute im Hotel "Mama" wohnen bleiben möchten (so der Minister am 19.01. in einem Interview der Neuen Osnabrücker Zeitung), sondern wusste offenbar bei seinen Standortentscheidungen nicht, dass die Menschen heute heimatnah einen Arbeitsplatz suchen. Militärische Führer der unteren Ebenen wissen das schon seit Jahren. Aber bei Top-Down sind die nicht an der Reihe :-) Bei den teilweise hochspezialisierten Zivilangestellten wird es die nächste Enttäuschung für ihn geben. Sie werden die Stationierungsverschiebungen nicht mitmachen. Auch das war vorher nahezu jedem offensichtlich. Wie sagte doch StS Wolf:" Sie sind nicht in der Position sich das auszusuchen!" Sind sie doch Herr StS!
Wir erleben jetzt die Folgen von Stationierungsentscheidungen die anscheinend getroffen wurden, ohne sich darum zu kümmern, ob auch entsprechend Nachwuchs für den Standort rekrutiert werden kann. Und das Frauenbild, dass in den Entscheidungen implizit zum Ausdruck kommt ist erschreckend:
Entweder ist man davon ausgegangen, dass Bundeswehrangehörige nur ledige Männer mit Wohnmobil sind, oder dass die Ehepartner der Bundeswehrangehörigen Hausfrauen sind, die freudig Kinder einsammeln und Koffer  packen, wenn der Ehemann stolz nach Hause kommt und berichtet, dass er demnächst im 500 km entfernten Kleingeistlingen Deutschland dienen darf. Das Frauenbild, das hinter diesen Stationierungsentscheidungen sichtbar wird, ist erschreckend antiquiert.
Nur einer der Gründe, warum der Minister in Zukunft öfter seiner Enttäuschung Ausdruck geben wird.
Der Bundesvorsitzende

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